„Umsatzsteuer in Südosteuropa“

lautet der Titel der Seminarveranstaltung, die der ManagmentCircle am 6. April 2011 in München organisiert. Dabei werden insbesondere Besonderheiten der Umsatzbesteuerung in den Ländern Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montengero und Slowenien angesprochen.

Ob Vorsteuererstattung, Registrierung als umsatzsteuerlicher Unternehmer,  Reverse-Charge, Rechnungstellung, Fiskalvertretung oder Zolllager, in einer  Reihe von Spezialfragen werden die länderspezifischen Regelungen miteinander verglichen. Inbesondere werden auch praktische Erfahrungen z.B. bei Betriebsprüfungen oder im Umgang mit den Finanzbehörden vermittelt.

Referent ist WP/StB Reinhold Kuffer, der auf eine langjährige berufliche Erfahrung im südosteuropäischen Raum verweisen kann. 

Einzelheiten zum Seminar und zur Anmeldung erhalten Sie beim Veranstalter.

Griechenland – Mix aus Kultur und Strand verzaubert Reisende

Beinahe täglich hörte man etwas über Griechenlands finanzielle Situation in den Medien. Die Angst um den Euro, die Krise des Staates und der Wiederaufbau der Finanzen Griechenlands sind nur einige Stichworte der letzten Monate. Schon vor der Finanzkrise sanken die Reisepreise in Griechenland. Doch locken nicht nur die niedrigen Reisepreise nach Griechenland, auch die griechische Mischung aus Kunst, Kultur und Badeurlaub wirken anziehend auf die Reisenden.

Als Reiseland kann Griechenland all die Urlauber auch unterbringen. In den großen Städten werden häufig Hotelzimmer oder Ferienwohnungen gebucht, in den Vororten werden verhäuft Ferienhäuser als Urlaubsunterkunft gewählt. Vor der Reise ist es sinnvoll nötige Informationen einzuholen. Im Internet bietet Casamundo Ferienunterkünfte in Griechenland an.

Und dem Urlauber wird nicht zu viel versprochen: Griechenland gilt als das Land vieler kultureller Highlights. Neben Italien hat Griechenland die meisten für Reisende interessanten Hinterlassenschaften aus vergangener Zeit. Im ganzen Land verteilt gibt es viele Zeichen der antiken Geschichte. Vor Reiseantritt sollte man sich genau informieren, wo es welche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen gibt.

Athen, Griechenlands Hauptstadt, bietet eine große Ansammlung sehenswerter Dinge: Die weltberühmte antike Stadt Akropolis, viele archäologisches Museen und hochwertige Architektur gehören zu den Wichtigsten. Auch Delphi wird gerne besucht. Die historische Stadt, die für das Orakel von Delphi bekannt ist, beherbergt viele Zeugnisse der Vergangenheit.

Und neben Kultur und Geschichte ist Griechenland eines der beliebtesten Badeländer. Mit feinen Sandstränden und warmen bis heißen Temperaturen im Sommer ist Griechenland ein Paradies für Strandurlauber. Neben den Hauptstränden gibt es auch viele kleinere abgelegenere Strände, die für den ruhigeren Urlaub ideal sind.

Die Mischung aus Kulturangebot und Strandurlaub nehmen viele Touristen war, sodass Griechenland weiterhin auf viele Reisende hoffen kann. Und trotz der niedrigeren Reisepreisen sind die Preise vor Ort weitestgehend gleich geblieben, doch sind die Urlauber auch bereit Diese zu zahlen.

Ausstieg der WAZ aus Südosteuropa?

Auch wenn das Thema nicht zum Kern dieses Blogs gehört, soll es zumindest kurz gestreift werden, da es erheblichen Auswirkungen auf zukünftige Investitionen in Südosteuropa haben kann.

Wie das Handelsblatt meldet, ist die Westdeutsche Allgemeine Zeitung zum Ausstieg aus Südosteuropa bereit. Die WAZ hat derzeit eigene Zeitungen in Serbien, Kroatien, Bulgarien, Mazedonien, Rumänien und Ungarn. Zumindest die Beteiligungen in Serbien und Rumänien sollen dieses Jahr noch verkauft werden.

Insbesondere der Streit um die WAZ-Beteiligungen in Serbien soll den Geschäftsführer Bodo Hombach erzürnt haben. Nun ist aber bekannt, dass Herr Hombach aus der Politik kommt. Vielleicht lässt sich der Bericht auch nur unter die Rubrik „Medienpolitik“ einordnen!?

Doppelbesteuerungsabkommen – abkommensloser Zustand mit Montengro

Während alle Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens entweder ein neues Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Deutschland geschlossen haben oder die Geltung des alten DBA verlängert haben, blieb Montenegro nach der Auflösung der staatlichen Zwischenlösung „Serbien und Montenegro“ am 3. Juni 2006 über Nacht ohne zwischenstaatliche steuerliche Abkommen.

Da nur Serbien der Rechtsnachfolger von „Serbien und Montenegro“ war, blieb für Montenegro letztlich ein abkommensloser Zustand. Damit gehört Montenegro zu der kleinen Minderheit der Staaten, mit denen Deutschland kein Doppelbesteuerungsabkommen  hat. Aus Sicht der deutschen Gesellschaften, die in Montenegro über Tochtergesellschaften oder Betriebstätten verfügen oder für Investoren in montenegrinische Immobilien ist dies ein unbefriedigender Zustand, der so länger nicht haltbar ist.

Deshalb wäre es zu begrüßen, wenn Deutschland neben Serbien und Bosnien-Herzegowina auch Montenegro in die Prioritätenliste bei den Neuverhandlungen von DBA aufnehmen würde.

Personal in Zagreb gesucht? – Zwei qualifizierte Buchhalterinnen in Zagreb suchen neue Herausforderung

Durch meine frühere Tätigkeit in Kroatien erhalte ich immer wieder Anfragen von lokalen Finanzfachleuten, die eine Beschäftigung bei deutschen/österreichischen/schweizerischen Unternehmen suchen.

Wenn ich die Leute persönlich nicht gut kenne, möchte ich natürlich keine Empfehlung aussprechen. In diesem Fall mache ich aber eine Ausnahme, da beide Kandidatinnen jahrelang in meinem Büro in Zagreb gearbeitet haben.

Bei Damen sind mittleren Alters und haben reichlich Berufserfahrung – auch in internationalen Firmen. Während erstere nach ihrem Mittelschulabschluss den Berufseinstieg suchte und sich praktisch als Buchhalterin qualifizierte, beendete ihre Kollegin ein Wirtschaftsstudium und begann anschließend ihre Tätigkeit im Rechnungswesen. Naturgemäß beschäftigt sie sich mehr mit Jahresabschlüssen als mit der laufenden Buchhaltung und ist in der Lage, einen kompletten Jahresabschluss für eine GmbH einschließlich Steuererklärungen zu erstellen.

Beide Damen sprechen passabel Deutsch  und fügen sich gut in den Kollegenkreis ein. Am liebsten würden sie zusammen „im Paket“ wechseln.

Bei Interesse senden Sie ganz einfach eine E-Mail an steuerberater-muenchen@email.de oder rufen mich an.

Steuerliche Änderungen zum 1.7.2010 in Kroatien

Der letztes Jahr als so genannte Krisensteuer eingeführte prozentuale Zuschlag zur Einkommensteuer wird mit Wirkung ab dem 1. Juli 2010 – zumindest teilweise – wieder abgeschafft. Dies betrifft sowohl Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit, selbständiger Tätigkeit, Renten als auch andere Einkünfte. Das Änderungsgesetz wurde in den Narodne Novine (Amtliches Gesetzblatt) Nr. 56/2010 veröffentlicht.

Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 3.000,01 bis 6.000,00 HRK entfällt der bisherige Zuschlag von 2 %. Im Gehaltsbereich über 6.000,00 HRK monatlich bleibt der Krisenzuschlag von 4 % noch bis zum 31. Oktober 2010 in Kraft. Anschließend entfällt die Sondersteuer auch für diesen Gehaltsbereich.

Damit wird die Krisensteuer, deren Anwendung ursprünglich bis zum 31.12.2010 geplant war, – bis auf die MWSt-Erhöhung – vorzeitig wieder abgeschafft.

Zuletzt diskutierte Steueranreize für eine Windpark Beteiligung dürften vorerst vom Tisch sein.

Keine Änderungen der Steuersätze im laufenden Jahr in Serbien zu erwarten

Nach einem Bericht der SEEBIZ vom 19. April 2010 sind in diesem Jahr eine Serbien keine großen Änderungen zu erwarten, was die derzeitigen Steuersätze anbelangt. Dazu wird Premier Cvetkovic zitiert, der darauf hinweist, dass eine Steuerreform in der Regel zur mittelfristigen Steuersenkung dient. Eine solche ist in der derzeitigen Krise aber nicht in Sicht.

Auch die Finanzministerin Diana Dragutinovic geht davon aus, dass steuerliche Änderungen erst wieder bei der Haushaltsplanung 2011 ein Thema sein werden. Die zwischenzeitlich diskutierte Änderung der Mehrwertsteuersätze ist damit endgültig vom Tisch.

Sozialversicherungsrechtliche Unstimmigkeiten in Bosnien-Herzegowina

Das Sozialversicherungssystem von Bosnien-Herzegowina dürfte zu den schwächsten in Europa gehören. Trotz der hohen Beitragsätze sind die Leistungen der Kranken- und Rentenversicherung eher bescheiden, was angesichts des sehr ungünstigen Verhältnisses zwischen Erwerbstätigen und Rentnern wenig überrascht.

Da Angestellte von Gesellschaften aus dem Ausland in der Regel überdurchschnittliche Gehälter erhalten, was oft durch die dafür erforderlichen Fremdsprachenkenntnisse bedingt ist, gehören diese zu den wichtigeren Beitragszahlern. Leider wirken sich diese erhöhten Beiträge nicht immer vorteilhaft für die Versicherten aus. Eine Besonderheit des Rentensystems ist die Regelung, dass die Art des Beschäftigungsverhältnisses bestimmt, welche Anwartschaftszeit für die Rente zurückgelegt wird. Ein Halbtagsbeschäftigter mit einem Bruttoeinkommen von 1.000 KM zahlt zwar doppelt soviel Beiträge wie ein Ganztagsbeschäftigter mit 500 KM Gehalt, doch legt er nur die Hälfte der Zeit zur Rentenanwartschaft zurück.

Als Arbeitgeber sollte man also Verständnis für die Abneigung von Angestellten gegenüber Teilzeit-Arbeitsverhältnissen haben.

Steuern auf Immobilien in Bosnien-Herzegowina

Während in der Föderation BuH noch das alte Gesetz über den Verkehr mit Immobilien in Anwendung ist, hat die Entität der Republika Srpska bereits den ersten Schritt zur Reformierung der Immobilienbesteuerung getan.

Am weitesten mit der Reform fortgeschritten ist allerdings der Distrikt Brcko (der weder zur Föderation BuH noch zur RS) gehört). Dort wurde die Verkehrsteuer (Umsatzsteuer) auf Immobilien zum 31.12.2008 abgeschafft und durch eine Immobiliensteuer, die sowohl Grunderwerb- als auch Grundsteuer enthält, ersetzt. Aufgrund von Personalproblemen sind die Durchführungsbestimmungen aber noch nicht gänzlich geregelt, da eine aufwändige Marktwertermittlung aller Immobilien durchgeführt werden muss.

In der Serbenrepublik wurde Ende 2008 ebenfalls eine neues Immobiliensteuergesetz berabschiedet, das die Besteuerung von Immobilien vereinheitlichen soll. Derzeit wird an den Durchführungsbestimmungen dazu gearbeitet.

Lediglich in der größten Entität, der Föderation von Bosnien und Herzwgowina, haben die Reformbemühungen noch nicht zu einem neuen Immobiliensteuergesetz geführt. Mit der Einführung des neuen Gesetzes wird aber in Bälde gerechnet.

Steuerliche Änderungen in Montenegro zum 1.1.2010

Mit Wirkung ab dem 1.1.2010 hat das Parlament von Montenegro Änderungen im Einkommensteuer– und Sozialversicherungsrecht beschlossen. So beträgt der einheitliche Steuersatz bei der Einkommen- und Lohnsteuer einheitlich nur mehr 9 % (anstatt bisher 12 %).

Die Sozialversicherungsbeiträge wurden hingegen in der Summe von 32 auf 33,8 % der Bemessungsgrundlage erhöht, wobei der Arbeitgeber-Anteil von 14,5 % auf 9,8 % gesenkt wurde, während der Arbeitnehmer-Anteil von 17,5 % auf 24 % anstieg.

Das dadurch gesunkene Netto-Entgelt der Beschäftigten wird zudem durch eine zusätzlich Kürzung des Urlaubs- und Essensgeldes gemindert, so dass für die Kaufkraft der Arbeitnehmer 2010 erhebliche Abstriche zu erwarten sind. Die Senkung der Reallöhne dürfte indes in der Bevölkerung wenig Widerstand hervorrufen, da es angesichts der hohen Arbeitslosigkeit schon fast als Privileg anzusehen ist, überhaupt einen Arbeitsplatz zu besitzen.